22.06.04
Brot gibt Lebenskraft
Brot ist weit mehr als bloss Brot. Es ist Energiequelle, spendet Kraft und Vitalität. Brot eignet sich als ständiger Begleiter auf dem Speiseplan, ob morgens, mittags, abends, ob zur warmen Suppe, zum frischen Salat oder als Zwischenmahlzeit.
Brot zählt zu den Grundnahrungsmitteln. Doch es stillt nicht nur den Hunger, Brot versorgt den Energiehaushalt des Menschen mit überlebenswichtigen Stoffen. Es enthält Kohlenhydrate, Eiweiss, Vitamine und Mineralstoffe. Brot ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Lebens-Mittel.
Brot als Energielieferant
Frisches, duftendes und knuspriges Brot mundet nicht nur zu jeder Tageszeit, es bildet auch die Grundlage einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. «Brot ist einer der wichtigsten Lieferanten für Kohlenhydrate, die im Körper zu Energie umgewandelt werden», sagt Daniela Fahrni, diplomierte Ernährungsberaterin der kantonalen Ernährungsberatung am Inselspital in Bern. Zudem sei es reich an wertvollen Nährstoffen mit geringem Fett- und Zuckeranteil. Brot enthält zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die meisten davon stecken in den Randschichten des Korns und im Keimling. Es enthält Vitamine der B-Gruppe, Calzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und Mangan. Diese sind nötig zur Steuerung und Regelung unserer Stoffwechselvorgänge.
In Form dank Brot
Kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie Brot beeinflussen zudem die Synthese von Transmittersubstanzen im Gehirn. Unter dem Einfluss von Insulin gelangt die Aminosäure Tryptophan vermehrt in die Gehirnzellen und kann von diesen zum Neurotransmitter Serotonin umgebaut werden. Erhöhte Serotoninspiegel beeinflussen unter anderem das Schlafverhalten positiv, wirken antidepressiv und vermögen bei gewissen Personengruppen Heisshungerattacken zu verhindern. Brot weist zudem ein gutes Sättigungsvermögen auf und eignet sich somit bestens als Grundlage einer gesunden, kohlenhydratreichen Ernährung. Dem Brotliebhaber steht dazu von morgens bis abends eine ganze Palette von knusprigen, frischen Broten zur Verfügung, vom dunklen, würzigen Roggenbrot bis zum hellen Baguette.
«Vollkornbrot hat mehr Vitamine und Mineralstoffe», hält Daniela Fahrni fest, «vor allem wichtige Nahrungsfasern». Nahrungsfasern würden die Darmtätigkeit anregen, den Cholesterinspiegel senken und den Blutzuckerspiegel regulieren. Ausserdem verleite Vollkornbrot dazu, «langsamer zu essen, länger zu kauen und kleinere Mengen zu verspeisen», was im Hinblick auf die «Zivilisationskrankheit» Übergewicht ein Vorteil sei. Wer allerdings als Sportler vor einem Wettkampf stehe, sei mit Weissbrot besser beraten, so Fahrni, «weil es rascher verdaut wird und schneller Energie bereitstellt.» In diese Richtung berät auch Christof Mannhart, Ernährungsberater des Bundesamts für Sport in Magglingen, seine Klienten. «Wer unmittelbar vor oder nach einer intensiven Belastung steht, ist mit Weissbrot besser bedient», hebt Mannhart hervor. Für aktive Personen sei «Brot ein sehr wertvolles Nahrungsmittel», es wirke bei Leistungen auf hohem Niveau «wie Superbenzin», sei ideal zu jeder Mahlzeit und verleide nicht. Das hat Mannhart auch bei Sportlern beobachtet: «Da Brot geschmacksneutral ist und mit vielen Lebensmitteln kombiniert werden kann, ist es als Energielieferant besonders beliebt.»
Und wie viel Brot braucht der Durchschnittsmensch? Grundsätzlich ist es schwierig, allgemein gültige Angaben zu machen, wie viel Brot jemand essen sollte, denn das hängt vom Energiebedarf des Einzelnen ab. Der zwei Meter grosse Leistungssportler hat sicher einen höheren Bedarf als jemand, der sich wenig bewegt und die meiste Zeit des Tages am Computer sitzt. Durchschnittlich essen Herr und Frau Schweizer etwa 2 bis 3 Scheiben Brot pro Tag. Das entspricht zirka 120 bis 130 Gramm. Mehr Brot zu essen, wäre aber gesünder. Wer sich zeitgemäss ernähren will, nimmt pro Tag vier bis sechs kleinere, leichtere Mahlzeiten zu sich. Brot bildet dabei immer eine gute Grundlage.


